
Die Girgelhöhle ist eine Felsenhöhle mit kleinem Labyrinth im Fichtelgebirge.
Sie diente um 1800 dem „Schmiedmatzengirgel“ aus dem Ort Nagel als Unterschlupf.
Er war auf der Flucht, weil er seinen vermeintlichen Nebenbuhler erschlagen hatte. Hier versteckte er sich längere Zeit.
Zu dieser Zeit befand sich die Höhle auf preußischem Gebiet, der Ort Nagel gehörte zu Bayern. So konnte man ihm nichts anhaben.
Mit der Zeit fühlte er sich sicherer und schlich bei Dunkelheit über die Grenze zu seinem Elternhaus in Nagel. Erst in den früheren Morgenstunden eilte er in seine Waldhöhle zurück.
Bei einem zweiten Besuch wurde er gesehen und von einem Nachbarn, den das Kopfgeld lockte, verraten. Er wurde festgenommen und einige Wochen später in Kemnath enthauptet.
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Rolf (Freitag, 21 März 2025 22:08)
Was es früher nicht alles gab. interessant.
Kann man auch in die Höhle, würde mich jetzt interessieren :-)
Viele Grüße,
Rolf
Kelly (Samstag, 22 März 2025 06:47)
Moin Traudi,
sofort empfinde ich Sehnsucht nach meinem Lieblingswandergebiet.
Die Geschichte von der Höhle ist mir nicht bekannt, dabei bekamen wir immer Empfehlungen von unseren Gastgebern.
Als Begrüßung hörten wir von der Annelies, aber herzlich und lieb gemeint, die Preußen kommen...
Vielleicht schaffe ich es in diesem Sommer in die Nähe.
LG Kelly
Morgentau (Samstag, 22 März 2025 08:33)
Ich mag diese Überlieferungen und hab auch an solchen Orten immer ein ganz eigenartiges Gefühl. Geht es dir auch so, liebe Traudi?
Im Sternmühlental, eines der Wandergebiete meiner Kindheit, gab es eine Höhle, in der viele Menschen Unterschlupf im Krieg suchten. Das hat mich immer schwer beeindruckt und ergriffen, wenn wir dort vorbeiliefen.
Hab ein schönes Wochenende ...
liebe Grüße, Andrea
Harald (Samstag, 22 März 2025 12:23)
Das waren noch rauhe Sitten. Obwohl: Ich denke es war bekannt was auf bestimmte Vergehen steht und er musste damit rechnen, seinen Kopf zu verlieren.
aufden2tenblick (Sonntag, 23 März 2025 14:21)
Nicht ohne, deine Geschichten!
Aber die Landschaft lädt sicher ein und lässt das Gruseln vergessen.
Liebe Grüße,
Syntaxia
Elke Heinze (Montag, 24 März 2025 17:52)
Liebe Traudi,
solche Erzählungen gibt es sicher überall, wo es Berge, Wälder und Verstecke gibt. Die Gegend ist bestimmt schön zum Wandern.
Herzliche Grüße
Elke
Fraukografie (Dienstag, 25 März 2025 15:31)
Uih, da ist ihm der Besuch bei den Eltern doch schlecht bekommen.
Raue Sitten damals. Klaust du ein Leben, musst du deines geben.
LG Frauke