
Unsere ersten beiden Urlaubstage in der Oberpfalz waren verregnet. Wir wohnten, wie berichtet, im Alten Forsthaus direkt am Waldrand – die Abendspaziergänge fanden somit bei Nieselregen statt. Aber wie man so schön sagt: „Schlechtes Wetter gibt es nicht, nur schlechte Kleidung.“ Die Waldluft genossen wir trotzdem in vollen Zügen.
Auch eine kleine Tagesausfahrt haben wir unternommen und schauten uns das Städtchen Kemnath an.
Wie es in diesen Orten hier üblich ist, sind die Häuser rechts und links der Durchgangsstraße aneinandergereiht, meist gibt es da auch einen Marktplatz. Hier steht sogar noch der Maibaum.
Der Stausee wurde von der damaligen Bayerischen Elektrizitätslieferungs-Gesellschaft (BELG) als Kühlwasserspeicher für das Kraftwerk Arzberg aufgestaut.
Nachdem das Kraftwerk 2006 stillgelegt wurde, ging der Feisnitz-Stausee wieder in den Besitz der Stadt über.
Erist 15,54 ha groß und etwa 1,3 km lang. Der Speicherraum ist 1.300.000 m³ groß. Die Wasseroberfläche liegt auf 503 m Höhe. Der Staudamm mit 120.000 m³ Bauwerksvolumen ist über der Gewässersohle 19 m und über der Gründungssohle 26 m hoch; an der Krone ist er 150 m lang.
Das Untere Tor
Das frühere Spittler- oder Nürnberger Tor wurde als Teil der Stadtbefestigung im 13. Jahrhundert errichtet. Der Turm wurde um 1825 abgetragen. Der erste Wiederaufbau erfolgte 1859, der 1945 gesprengt wurde. Das heute Untere Tor wurde 1989/90 erbaut.
Die ehemalige Pfalzgrafenstadt hat mit ihrer Geschichte viel zu bieten.
Das markante spätgotische Rathaus (um 1430 erbaut) verbindet den „Oberen Markt“ und den „Unteren Markt“, ist eines der Wahrzeichen der Stadt und Symbol für die Neumarkter Geschichte.
Ein Steinwappen an der Fassade mit lateinischer Inschrift, dem Monogramm „HS“ und der Jahreszahl 1575 scheint auf die Fertigstellung des Erweiterungsbaus hinzuweisen. Für einen Besuch des Prinzen Ludwig III. 1906 wurde die bis dahin eher schlichte Innen- und Außenansicht des Rathauses durch ein Sandsteinportal im Stil der Neurenaissance (zum Oberen Markt hin), zusätzliche Zinnen auf dem Dach und wertvolle Ausstattungsgegenstände aufgewertet. Bei den Bombenangriffen am 20. April 1945 brannte das Rathaus bis auf die Grundmauern nieder. Der bekannte Wiederaufbau-Architekt Hanns Meier ließ das Neumarkter Wahrzeichen 1956/57 in schlichterer Form innerhalb der historischen Grundformen neu erstehen. 1999 erfolgte eine grundlegende Sanierung.

Ich frage mich, wie oft ich schon hier an diesem Ort war.
Jedes Mal, wenn ich in meiner Heimat Urlaub mache, besuche ich die Kappl.
Etwa 3 km von Waldsassen entfernt, steht sie als eine der eigenartigsten Kirchenschöpfungen Deutschlands.
Die Kappl mit ihrem besonderen Grundriss wurde zwischen 1685 - 1689 nach den Plänen von Georg Dientzenhofer erbaut. Mit ihren 3 Rundtürmen, 3 Kapellen und 3 Hauptaltären symbolisiert sie die Heilige Dreifaltigkeit.
Unter dem Motto: Wo Geist und Seel' sich laben, soll der Körper auch was haben!" befindet sich gleich nebenan ein stattlicher Gasthof.
Warum nur vergeht ein Urlaub immer so schnell?
Ja, es war ein sehr schöner und erholsamer Urlaub, genau so, wie ich es mag.
Wir wohnten in meinem Heimatort am Waldrand im denkmalgeschützten Alten Forsthaus aus dem Jahr 1711, das liebevoll in den 1990 Jahren restauriert wurde. Bei der Einrichtung wurde darauf geachtet, dass das historische Haus auch seine Seele behält.
Es war ein Erlebnis, in diesem Haus zu wohnen. Vor allem haben wir die Ruhe und die gute Waldluft genosssen.
Natürlich haben wir auch Tagesausflüge gemacht, von denen ich natürlich noch berichten werde.

... und deshalb wird es hier in den nächsten Tagen ruhig sein.
Ich werde den Urlaub in meiner Heimat, in Fuchsmühl verbringen.
Natürlich sind auch Ausflüge geplant, von denen ich dann berichten werde. Ich freue mich darauf.

Immer wieder sehe ich kleine Kinder, teils im Buggy sitzend, die sich mit dem Smartphone beschäftigen (sollen), damit sie nicht herumnörgeln und die Mutter mit der Freundin beim Kaffeeklatsch stören oder in der S-Bahn Ruhe geben.
Was macht das mit den Kindern? Sie kennen Videospiele und das Fernsehprogramm besser als Kinderbücher. Es wird einfach zu viel im Elternhaus versäumt, vielleicht hofft man darauf, dass Erzieher im Kindergarten das wieder geradebiegen. Diese „digitale Kinderbetreuung“ nimmt man hin, ohne dass man sich ernsthafte Gedanken über die Folgen macht.
Dabei haben Studien ergeben, dass sich bei Kindern, die zu viel Zeit am Smartphone verbringen, die Lernprozesse erschweren und konzentriertes Lernen kaum noch möglich ist.
Natürlich gehören diese Geräte zum Alltag und können hilfreich beim Lernen sein. Aber es muss ein richtiger Umgang geschaffen werden. Auch Eltern sollten mit einem guten Beispiel vorangehen und vor allem den Kindern mehr Zuwendung geben.
Ein Grund dafür, euch ein paar Schneckenfotos zu zeigen.
Hier auf dem Bild folgt die Weinbergschnecke einer
Sonnenuhrschnecke, (Architectonica).
... und schaut auch mal hier rein...

Ehningen grenzt direkt an die Kreisstadt Böblingen.
Mit ihren alten Fachwerkhäusern, einem Schloss und einer nennenswerten Kirche hat diese Stadt einiges zu bieten.
Das Foto zeigt den Nordgiebel des Wohnhauses Klein, das 1687 gebaut wurde. Es ist das Fachwerkhaus mit den meisten Verzierungen.
Die Bauherren waren eine Pächtergemeinschaft des Grundstücks, das ursprünglich zum Schloss gehörte. Seit 1828 ist das Anwesen im Besich der Familie Klein.
Echterdingen ist ein Stadtteil von Leinfelden in der Nähe des Stuttgarter Flugplatzes.
Bei herrlichem Frühlingswetter mit viel Sonnenschein war ich dort auf einem Entdeckungsrundgang.
Zuerst kam ich an die mittelalterliche Stephanuskirche mitten im Ortskern.
Gleich mal vorneweg:
Sie war abgeschlossen, ich konnte leider nicht ins Innere. Schade!
Die erste urkundliche Erwähnung der Kirche war 1185. Sie wurde von den Grafen von Calw gestiftet, kam dann über die Welfen (Welf VI) und die Staufer an die Pfalzgrafen von Tübingen, von diesen 1286/1286 an das Kloster Bebenhausen und nach der Reformation 1534 zu Württemberg.
Schon zum 3. Mal war ich hier. Ich war immer beeindruckt von der einmaligen Tier- und Pflanzenwelt und der Stille.
Eine Beschreibung und Bilder gibt’s hier.
Kürzlich hatte ich in Kornwestheim etwas zu erledigen. Auf dem Weg dahin kam ich am Salamanderhaus vorbei, das sich im Kornwestheimer Outlook-Areal, das sich Salamander-Areal nennt, befindet.
Mir fiel dieses stattliche große Haus mit den wuchtigen Fassadendetails gleich auf.
Und schon erinnerte ich mich an die vielen bunten Salamander-Büchlein mit Lurchi und seinen Abenteuern.
Die ehemalige Schuhfabrik in Kornwestheim und ursprünglicher Hauptsitz der J. Sigle & Cie., die von Schuhmacher Jakob Sigle 1891 gemeinsam mit dem Kaufmann Max Levi gegründet wurde, stellt ein bedeutsames Monument der Industriearchitektur und Industrialisierung dar.
Nach der Aufgabe der Produktion umfasst es neben einem Factory-Outlet-Center der Salamander AG mehrere andere Bekleidungsgeschäfte und Dienstleister und umfangreiche Büroflächen.
Der 1885 in Ziegelmauerwerk errichtete und 1923 erweiterte Gebäudekomplex besitzt eine Gesamtnutzfläche von etwa 77.000 Quadratmetern.
Während der 1960er Jahre erlebte die Produktion im Salamander-Areal ihre Blütezeit und erreichte 1967 ihren Höhepunkt, als das Unternehmen am Standort Kornwestheim 11.000 Mitarbeiter beschäftigte und 13,5 Millionen Paar Schuhe produzierte.
Ab 1971 setzte der langsame Niedergang der Produktion ein, bedingt durch die Konkurrenz ausländischer Billighersteller. Nach wechselvoller Geschichte wurde am 1. Juli 2008 der Sitz der Salamander AG von Kornwestheim nach Offenbach am Main verlegt.
(Quelle Wikipedia)
Im 1. und 2. Stock des Historischen Alten Rathauses befindet sich das Urweltmuseum.
Mit der zusammengestellten Sammlung kann man einen hervorragenden Eindruck vom Aufbau des schwäbischen Schichtstufenlandes gewinnen. Es werden geologische Grundkenntnisse vermittelt.
Besonderes Erstaunen weckt Vielfalt wunderbarer Versteinerungen wie Saurier, Tintenfische, Seelilien oder Riesenammoniten.
Zu den Wahrzeichen der Stadt Aalen zählt das Historische Rathaus mit dem Spionturm.
Es wurde im 14. Jahrhundert erbaut und diente bis 1907 als Rathaus der Stadt Aalen.
Nach dem Stadtbrand 1634 wurde das Haus neu errichtet.
Zu diesem Anlass spendete die befreundete Reichsstadt Nürnberg eine Kunstuhr, von der seit einem weiteren Brand von 1884 nur noch der Kopf des „Spions von Aalen“ erhalten ist.
Das Gebäude beherbergt heute das Urweltmuseum.
Fellbach liegt an der nordöstlichen Stadtgrenze von Stuttgart
Die Lutherkirche ist traditioneller Mittelpunkt des Fellbacher Stadtzentrums.
Der Turm mit seinen prägnanten Fialen und dem aufgesetzten Osterglockentürmchen ist das Wahrzeichen der Stadt.
Der Turm ist der älteste Teil der Kirche. Er wurde 1518/19 erbaut und ist 40 Meter hoch.
Im Jahr 1085 wurde das Kloster in unmittelbarer Nähe des Blautopfs gebaut. Es wurde in den Jahren 1466 bis 1501 weitgehend erneuert.
Während der Reformation 1534 wurde das Kloster aufgelöst und ging in den Besitz der Herzöge von Württemberg über.
Nach der großen Kirchenordnung von 1556 wurde es zur evangelischen Internatsschule umgewandelt.
Zur Geschichte des Klosters.

Vom Blautopf zum Mühlenviertel
Der Blautopf liegt einzigartig und romantisch am Südrand der Schwäbischen Alb.
Mit seiner fast 22 m Tiefe ist die trichterförmige Quelle sicherlich Deutschlands schönste Karstquelle.
Besonders nach längeren Regenpausen erscheint der Blautopf mystisch blau.
Bei Hochwasser „kocht“ der Blautopf mit bis zu 32.000 Liter pro Sekunde über, im Jahresdurchschnitt schüttet er immerhin etwa 2.300 Liter pro Sekunde. Zu erklären ist dies mit dem Versickern des Regenwassers im verkarsteten Untergrund der Schwäbischen Alb.
Wir gehen von hier entlang der Blau zum Mühlenviertel.
Die Blautopfstadt liegt malerisch eingebettet umgeben von bewaldeten Höhenzügen und schroffen Felsen im Talkessel der Urdonau.
Sie wird nicht umsonst aufgrund dieser besonderen Lage die Perle der Schwäischen Alb genannt.
Die Blaubeurer Altstadt mit ihren verwinkelten Gassen und Fachwerkhäusern verleihen der Stadt einen besonderen Charme.
Eine besondere Sehenswürdigkeit ist der Blautopf, eine tiefe,
trichterförmige Karstquelle. Unmittelbar daneben liegt die spätmittel-
alterliche Klosteranlage mit bedeutenden Kunstschätzen und dem
einzigartigen Badhaus der Mönche.
Diese beiden Sehenswürdigkeiten zeige ich euch im zweiten und dritten Teil dieses Beitrags.
Zunächst machen wir einen kleinen Bummel durchs Städtle.
Gleichzeitig weise ich auf meinen Stadtrundgang im Jahr 2013 hin.