
Mächtig thront die Jakobuskirche auf dem Berg.
Da konnte ich nicht einfach vorbeifahren.
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Die Jakobuskirche stammt aus dem 11. Jahrhundert.
An den Fundamenten kann man erkennen, dass hier früher eine kleine Kirche stand. Über dem Nordportal erinnert ein kleiner staufischer Löwe an diese Zeit.
Erstmals ist in einer schön gemalten Urkunde der Kirchenpatron Jakobus der Ältere dargestellt.
Ein grundlegender Umbau erfolgte in den Jahren 1895/96. Es wurde auch ein Turm gebaut, bisher gab es noch keinen.
Das heutige Kircheninnere stammt aus den Jahren 1975-95, als der Malerpfarrer und Seelsorger von Hohenberg, Sieger Köder, mit seinen 28 Kirchenfenstern der neuromanischen Kirche wieder das geheimnisvolle Dunkel der Romanik zurückgab. Themen der Fenster sind das Kirchenjahr (Weihnachten, Karfreitag, Ostern), die Schöpfungsgeschichte, Frauen und Männer des Alten Testaments. Auch der Altar wurde von Sieger Köder geschaffen. Die vier Seiten des Altars zeigen die vier Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft.
2015 wurde das Innere der Hohenberger Jakobuskirche komplett renoviert und die hölzerne Kassettendecke gegen Holzwurmbefall geschützt.
Unterhalb der Jakobuskirche steht das Pfarrhaus, das Jakobushaus. Ende der siebziger bis Anfang der achtziger Jahre hat Sieger Köder die zwei Giebelseiten
mit großen Wandbildern geschmückt. Die Ostseite hat, entsprechend der Geschosse, drei Bildteile. An den Westgiebel des Hauses, gegenüber Friedhof und Aussegnungshalle, hat Sieger Köder einen Totentanz gemalt.

"Maurus" nennt Sieger Köder diese Skulptur:
Ein Skelett in Mönchskutte, das auf der Friedhofsmauer sitzt und eine Geige in der Hand hält.
hierzu ein interessanter Bericht.
Auf meiner Rundfahrt durch den Ostalbkreis stieß ich immer wieder auf Werke des Künstlers Sieger Köder. Ich habe zuvor noch wie etwas von ihm gehört, doch als ich zum ersten Mal vor seiner Malerei an der Fassade der Jakobskapelle in Wöllstein stand, merkte ich mir diesen Namen.
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ute42 (Freitag, 09 Juni 2017 10:47)
Danke fürs Mitnehmen. Wieder einmal für mich sehr informativ.
Astrid Berg (Freitag, 09 Juni 2017 11:52)
Danke, dass wir ein Stückchen mit Dir den Jakobsweg entlang pilgern durften.
LG
Astrid
Träumerle Kerstin (Montag, 12 Juni 2017 15:59)
Also die letzte Skulptur ist ja zum Gruseln, von der ersten Gruppe dagegen wird man nett empfangen.
Du hast dich wieder als Reiseführerin bewährt liebe Traudi.
Liebe Grüße in den heißen Nachmittag von Kerstin.
Harald (Montag, 12 Juni 2017 16:43)
Du entführst uns immer in Gegenden, die ich nicht kenne. Insofern ist es schön, dass Du immer eine Karte beifügst.
LG Harald